Der Trend zur Cloud – Vor- und Nachteile des dezentralen Datenspeichers

Nahezu jeder Computerbesitzer hat bereits aus seinem näheren Umfeld von Verlusten wichtiger Daten auf den Festplatten von Freunden oder Verwandten gehört. Auch wenn man sich einbildet, ohnehin im Besitz des besseren Equipments zu sein: Ein Datencrash kommt schneller als man denkt, seine eigene Festplatte retten wird dann zu einem überaus aufwendigen und komplizierten Unterfangen. Neuester Trend im Bereich der Datensicherung: Die Cloud. Doch was genau verbirgt sich eigentlich hinter dem Begriff und welche Vor- und Nachteile bringt die Nutzung dieses neuartigen Dienstes mit sich?

Persönliche Daten in der eigenen Wolke speichern

Der Begriff “Cloud” lässt sich schnell und einfach mit “Datenwolke” übersetzen und umschreibt einen separaten und zugriffssicheren Ort im Internet, an dem Anwender ihre persönlichen Daten in Form von Bildern, Musikstücken, Videos oder Dokumenten hinterlegen können. Dies bietet einige Vorteile:

  • Da die Dateien fortan nicht mehr auf dem eigenen Computer, sondern auf externen Servern im Netz hinterlegt sind, kann man auf diese auch mit dem Laptop, dem Tablet-PC oder dem Smartphone, sowie mit nahezu sämtlichen Rechnern weltweit zugreifen.
  • Während wichtige Dateien bei einem Crash der eigenen Festplatte in der Regel nur durch professionelle Hilfe wiederhergestellt werden können, werden diese bei Verwendung einer Cloud nahezu zukunftssicher innerhalb eines großen Rechenzentrums abgelegt.
  • Mit den benötigten Zugangsdaten haben auch Freunde und Familienangehörige Zugriff auf die Datenwolke, können sich im eigenen Musikarchiv umsehen oder sich die neuesten Bilder vom gemeinsamen Wochenendausflug herunterladen.

Cloud-Nutzung birgt nicht nur Vorteile

Fairerweise muss man hinzufügen, dass die Nutzung einer Cloud auch einige Nachteile beinhaltet:

  • Sämtliche in ihr abgelegten Daten lagern auf den Servern von Fremdfirmen wie Apple, Google, Microsoft oder anderen Unternehmen, wo genau diese stehen erfährt der Nutzer oftmals erst gar nicht.
  • Während man seine Lieblingslieder auf dem eigenen Computer auch ohne bestehende Internetverbindung anhören kann, gehört eine Verbindung ins World Wide Web bei der Nutzung einer Cloud zum Pflichtprogramm.



Wer Angst um sensible Daten hat, welche theoretisch auch von kriminellen Hackern abgefangen werden könnten, sollte diese lieber auf seinem eigenen Computer behalten und von der Nutzung einer Cloud absehen. Für ein Sicherheits-Backup stehen PC-Nutzern zahlreiche andere Speichermedien in Form von externen Festplatten oder USB-Sticks zur Verfügung, auf denen streng geheime Inhalte zudem durch kostenlose Verschlüsselungsprogramme vor neugierigen Blicken geschützt werden können.

Fazit: Cloud-Nutzung eignet sich nicht für Jedermann

Für Anwender, die ihre Musiksammlung, wichtige Dokumente oder die neuesten E-Books an jedem erdenklichen Ort per Knopfdruck aufrufen möchten, stellen Cloud-Dienste eine interessante Alternative zu mitgeführten USB-Sticks oder Flash-Speicherkarten in der Hosentasche dar. Wer sich hingegen berechtigte Sorgen um die Sicherheit seiner sensiblen Daten macht, sollte von der Nutzung einer Cloud absehen und weiterhin auf die klassischen Lösungen für Daten-Backups zurückgreifen.